Der Plan zeigt die Yoga-Cikitsā-Sequenz auf eine reduzierte Weise. Schlichtheit, hohe Funktionsfähigkeit und Lesbarkeit wurden zu einer kompakten Faltkarte vereint.
Schüler üben im Aṣṭāṅga Vinyāsa Yoga eine feste Abfolge von über 115 Haltungen. Der Plan soll Anfängern eine Referenz sein.
Ziel war es, einen Plan zu gestalten, der nicht ablenkt, der widerstandsfähig und vielseitig ist und immer dabei sein kann.


Merkmale


Es wurde ein Notationssystem erschaffen, das so intuitiv und neutral wirken soll wie eine Musikpartitur.
Character Design
Bei der Gestaltung der Persona sind wir von Janoschs persönlicher Yogaübung ausgegangen: jede Haltung wurde im Einzelnen statisch fotografiert und über dem Lichttisch mit Tusche abgepaust. Die Illustration wurde weitgehend abstrahiert, um die Persona so universell wie möglich zu gestalten.


Es wurde Wert auf Vollständigkeit der Haltungen gelegt: selbst Übergänge, alternative und optionale Haltungen, die traditionell nicht in Plänen vorkommen, sollten wiedergegeben werden, um dem Anfänger ein vollständiges Bild zu übermitteln und ihm die Wahl bei der Gestaltung seiner eigenen Übung zu geben.
Notationssystem
Bei der Gestaltung des Notationssystems wurde versucht, das verwobene Konzept von prāṇa und apāna durch eine Sinus-Kurve geometrisch darzustellen. Wie Noten wurden die Illustrationen auf der Grundlinie platziert. Ein einfaches System aus Strichen ermöglicht wie Taktstriche die Übergänge nachzuvollziehen. Wie aus einem Notenschlüssel entfaltet sich aus dem oṃ eine Sinus-Kurve, die als Grundlinie den Atemzyklus wiedergibt.


Beschriftung ​​​​​​​


Wir haben uns entschieden, die sanskritischen Namen mit dem IAST-Romanisierungsschema in römischen Buchstaben auszudrücken. Hierfür haben wir die Schriftart um Sanskrit-spezifische diakritische Zeichen erweitert. 
Sämtlicher Text wurde in konsequenter kleinschreibung dargestellt, um keinem Wort wichtiger zu machen als das andere. Die Bezifferung der Sequenz wurde entgegen der üblichen sanskritischen Zählweise in arabischen Ziffern ausgedrückt.
Aus Elementen der lateinischen Hausschrift wurde eine Yoga-spezifische Devanagari-Glyphe «oṃ» gebastelt.


Loblied
Das die Yogaübung einleitende Loblied, das auf dem Plan wiedergegeben wird, ist das anantāmantra, das sich an anantā, an das Gestern und Morgen, an die Ewigkeit richtet, die in der hinduistischen Überlieferung die mäandernde Form einer Schlange annimmt. Es war uns wichtig dem Benutzer eine plausible und zeitgemäße Übersetzung bereitstellen.


Weil sich die Übersetzung von entgegengesetzer Richtung im Deutschen formulieren lässt und um allegorisch die Gegensätzlichkeit des Kosmos’ darzustellen, wurde die Übersetzung auf dem Kopf geschrieben.
Miura-Ori-Faltung​​​​​​​
Jeder Plan wird von unserem fleißigen Mitarbeiter von Hand vorgefaltet. Dabei wird auf eine japanische Falttechnik zurückgegriffen, die sich Miura-Ori nennt.


Miura-Ori ist angelehnt an das Spreizen der Flügel einer Libelle, die aus ihrem Kokon wiedergeboren wird und wird in der Raumfahrt zur Entfaltung von Solarzellen verwendet. Es ermöglicht Aus- und Zusammenfaltung in weniger als einer Sekunde.
Zusammengefaltet umschließen zwei Schutzcover den Plan. Die schlichte Gestaltung soll ihn unscheinbar machen. Die Ecken sind abgerundet, um Beschädigung zu vermeiden. Zusammengefaltet ist der Plan auf die Größe einer Hosentasche optimiert.


Der Plan kann hier bestellt werden.